Schwarzwild

Forschungsprojekt der Universität Rostock zur Bejagung von Schwarzwild:
Pressemeldung und Forschungsergebnis

Empfehlungen für das Kirren von Schwarzwild:
Eine Lagerung von Kirrmaterial „lose“ im Revier ist nicht möglich. Eine Abdeckung mit einer Plane reicht zum Schutz vor dem Wild nicht aus. Das Kirrmaterial ist daher in Kunststofffässern, abgedeckten Regentonnen, Kisten mit Deckel usw. zu lagern.
Ferner darf das Kirrmaterial für Schwarzwild auch an der Kirrung anderen Tierarten nicht zugänglich sein, sonst stellt dies ebenfalls eine Fütterung der anderen Tierarten dar. Bspw. Rüben einfach „hinzuschmeißen“ ist somit nicht okay.
Beispiele für Schwarzwildkirrungen: „Sie zeigen sehr bewährte Kirrungen für Sauen. Darin findet man in der Regel Hafer oder Mais oder Weizen oder Nüsse. Hier ist auch das Kirrmaterial selbst weitgehend vor Wettereinflüssen geschützt und die Schimmelbildung wird weitgehend verhindert. Ein Abwechseln des Kirrmaterials hat sich ebenfalls bewährt.“
Rüben sind eher ungeeignet, da sie mit den vorgegebenen Mengen und auch mit dem Schutz vor anderen Tieren schlecht zu vereinbaren sind. Außerdem „soll im Feld nicht gekirrt oder angelockt werden, weil man dem Wild dadurch lernt, dass es dort Futter gibt. Wenn auch nicht viel, so wird sich das Wild aber im Verlauf des Jahres immer wieder daran erinnern und diese Stellen aufsuchen. Auf dem Weg dorthin wird dann erfahrungsgemäß natürlich auch anderes Freßbares nicht verschmäht, was aber somit zwangsläufig dann Schaden an der Feldkultur ist. Man zeigt mit der Feldkirrung den Sauen, dass es dort stets Futter findet und verleitet sie damit aufs Feld zu ziehen. Wir sollten sie aber sinnvollerweise im Wald halten.“

Schwarzwildmonitoring
Der Vorstand der Kreisgruppe bittet alle Revierinhaber im Landkreis Landsberg sich am BJV-Schwarzwildmonitoring zu beteiligen. Erwünscht ist eine Beteiligung nicht nur auf Hegegemeinschaftsebene, sondern auch auf Revierebene. Die Anmeldung erfolgt inzwischen direkt bei www.bjvdigital.de, es können auch mehrere Personen für ein Revier angemeldet werden, denen unterschiedliche Nutzungsrechte zugewießen werden können.

Zuständig für das Schwarzwildmonitoring in unserem Landkreis ist Mick Kratzeisen, 08194 746 oder 0172 9 91 91 37.
Ab 01. Februar 2015 geht das neue Upgrade des BJV-Schwarzwildmonitoring online:  www.bjvdigital.de. Das System wurde in seinen Möglichkeiten und Eigenschaften verbessert und erweitert.

Einen Bericht zum Schwarzwildmonitoring haben wir hier für Sie eingestellt.


Radiocäsiummessung
Die Radiocäsiummessung für Wildschweinfleisch wird durchgeführt von Mick Kratzeisen, Wessobrunnerstr. 11, 86946 Issing, Tel. 08194 746 oder 0172 9 91 91 37.
Für die Messung sind 500 g klein geschnittenes Muskelfleisch notwendig.
Nach telefonischer Voranmeldung können die Proben angeliefert werden, die Messung dauert ca. 10 min. Die Kosten betragen € 7.- für Mitglieder und € 15.- für Nichtmitglieder.

Es empfiehlt sich, die Messung vor der Trichinenbeschau durchführen zu lassen und das Stück vorher noch nicht abzuschwarten. Die Zeit der höchsten Belastung ist im Landkreis Landsberg von Dezember bis Juli. Im Vertretungsfall werden die Messungen von Rudi Zehetner, Platanenstr. 21, 86899 Landsberg, Tel. 08191 4 66 90 durchgeführt.
Weiterführende Informationen zur Strahlenbelastung bei Wildbret:
www.lfu.bayern.de/strahlung/caesium_wildbret/index.htm

Alle Stücke über einem Messwert von 500 Bq/kg werden entschädigt. Dazu den Antrag auf Schadensausgleich zusammen mit dem Messprotokoll und dem Entsorgungsnachweis (kommt per e-mail von Kraftisried) bei der Abteilung Lebensmittelsicherheit des LA LL in der Justus-von-Liebig-Str. 12 bestätigen lassen und abschicken.

Den Antrag auf Schadensausgleich können Sie hier downloaden.


Trichinenuntersuchung
Seit 01.01.2014 wird die amtliche Fleischuntersuchung auf Trichinen zentral für den Landkreis Landsberg am Lech durchgeführt an der
Trichinenuntersuchungsstelle Landsberg am Lech,
Tierärzte Dres. Höfer und Dr. Sander,
86899 Landsberg am Lech, Münchener Str. 1,
Tel.-Nr. 08191/4384
Öffnungszeiten: Mo – Fr. 8 – 10 und 15 – 17 Uhr
Die Kosten betragen € 8.- für Frischlinge und € 16.- für ältere Stücke.


Tierkörperbeseitigung
Tierkörperbeseitigungsanstalt Kraftisried, Öschle 2, 87647 Kraftisried, Tel. 08377 929400


Informationen des Landratsamtes zum Schwarzwild finden Sie hier, die Schwarzwildstrategie des BJV hier.